Max Glück 

Max Glück wurde am  20.4.1870 in Waibstadt geboren.
Er war der Sohn des Witwers Leopold Glück und Lina Kaumheimer. Leopold war in zweiter Ehe mit Lina Kaumheimer verheiratet. Beide Eltern stammten aus Waibstadt.

Max ging  in Waibstadt zur Schule und  spezialisierte sich später als  Schneidermeister.
In der Langestraße hatte er als Hofschneidermeister einen Laden.
Er war fleißig und arbeitete gut. 

Im Ersten Welt Krieg wurde er an 15. 4.1915 in Karlsruhe  eingezogen und
rückte  Januar 1917 als Landsturmmann XIV, 55 ein.  Er kam bis Riga und den
Rigaischen Meerbusen, war beim Vormarsch und der Besetzung der russischen Inseln Ösel, Moon und Dagö dabei.
Er wurde zum Offizier befördert. Am 8.10.1918 kehrte er in die Heimat zurück.
Für seine Verdienste erhielt er die Goldene Medaille des Kyffhäuserbundes.

Später musste er sie   zurückgeben.  (Gold, das man vom Staat erhalten
erhalten hatte, musste man wegen der staatlichen Finanzmisere  zurückgeben 
 - Eisen für Gold)

Max war sehr kinderlieb, ruhig, religiös und liebenswert.
Im  Jahr 1927 verpflichtete er sich als  Leiter der Jüdischen Gemeinde in Waibstadt
zusammen mit der Stadt Waibstadt sich  um das Mausoleum von Hermann Weil zu kümmern.


Er blies an hohen Feiertagen in der Synagoge in Waibstadt den Schofer (ein Kuh Horn) im Tempel von Waibstadt an
Am 3. Oktober 1929 war er als freiwilliges Mitglied der Waibstädter Feuerwehr im
Einsatz und bekam einen Herzschlag. Er starb mit 59 Jahren.


Seine Seele ist für immer  in Waibstadt geblieben, er ruht am  Mühlberg im
jüdischen Friedhof, in einen Doppelgrab. Seine geliebte Frau Lina konnte leider
nicht neben ihm begraben werden da. Sie starb in Buenos Aires.

Silvia Glück
24.07.2001, Buenos Aires