Sally Glück

Sally Glück kam am 28 Oktober 1898 in Waibstadt zur Welt.  
Er war der Sohn des Hofschneidermeisters  Max Glück und seine Frau Lina geborene Gutmann  aus Zeilitzheim in Unterfranken.

Er besuchte die Schule in Sinsheim und  war ein ausgezeichneter Schüler, intelligent und freundschaftlich. Sein Vater und Bruder wurden  im ersten Weltkrieeingezogen .
Er blieb zuhause und  unterstützte seine Mutter. Er half ihr im Geschäft und
hatte einen ausgedehnten Freudenkreis. 
Als Student war er in der Studentenvereinigung Cornelia, wo er gerne sang,
Bier trank und sich amüsierte.
Seine Nichte in Buenos Aires besitzt noch Biergläser aus dieser Zeit.
Wie viele in der Familie war er musikalisch. Da die Oper seine Leidenschaft
war, wollte er gerne Sänger werden.
Er verliebte sich in eine junge Waibstädterin aus streng katholischem Hause.
Beide Familien, die gut befreundet waren, kamen überein, dass diese
Verbindung nicht möglich sei.

1929 verließ Sally nach dem Tode seines Vaters Max Glück Deutschland
und ging zu seinem Bruder Paul nach Buenos Aires. Er arbeitete dort
bis kurz vor seinem Tode am 24.11.1968 in der Nachrichtenabteilung
der Getreidefirma Bunge und Born als Abteilungsleiter.
Im Jahre 1940 heiratete er Sara Mizrah. Sie war die Tochter eines großen
Landbesitzer aus der Gegend Entre Rios. Saras Vater war französisch-marokanischer Jude.
Die Ehe von Sally und Sara blieb kinderlos.
Er sprach immer wieder von Waibstadt und sogar kurz vor seinem Tot
sang er noch Opernlieder. Er bat seine Nichten Susi und Silvia Waibstadt
zu besuchen.
Sally fand seine ewige Ruhe auf dem jüdischen Friedhof von La Tablada
in Buenos Aires.

Silvia Glück
 24-7-2001